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Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt 2. Auflage

Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt 2. Auflage
Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt 2. Auflage Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt 2. Auflage Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt 2. Auflage

Manufaktur Klaus Kolbe - Dresdner Striezelmarkt mit Glockenspiel 2. Auflage


Mit diesem auf 1000 Stück limitierten Schwibbogen wollte ich ein "lebendiges Gemälde" schaffen, um damit dem angesehenen Maler und Graphiker, meinem Freund Max Christoph (22.02.1918 - 22.01.2013) aus Dörnthal, zu gedenken. Dieses Kunstwerk möchte ich ihm in tiefer Verehrung und Dankbarkeit widmen. Diese 2. Auflage ist eine Darstellung des Dresdner Striezelmarktes zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Darauf zu sehen ist eine beleuchtete Pyramide, detailgetreue Straßenlaternen, sowie ein Bildnis von Ludwig Richter "Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe". Im beleuchteten mechanisch beweglichen Sockel wird die Entstehung des Porzellans durch Johann Friedrich Böttger (1682-1719) und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651-1708) bis hin zur Bemalung detailliert aufgezeigt. Während seiner Ausbildung als Apotheker wurde bei Böttger das Interesse an der Alchimie geweckt. Er brüstete sich später damit unedle in edle Metalle umwandeln zu können, wodurch August der Starke auf ihn aufmerksam wurde. Böttger wurde gefangen genommen, um für den sächsischen Kurfürsten Gold herzustellen, damit dieser seine Staatskassen auffüllen konnte. Zunächst stellte man ihm im Fürstenbergschen Haus in Dresden ein Labor zur Verfügung. Dort übernahm der Naturforscher Tschirnhaus die nähere Aufsicht über Böttger. Zusammen forschten sie dann im keramischen Bereich und schafften es schließlich im Jahre 1708 aus 2 Teilen Kaolin (weiße Erde), welches in Aue und Schneeberg abgebaut wurde, 1 Teil Quarz und 1 Teil Kalifeldspat die Grundmasse des Porzellans herzustellen. Der wertvolle Grundstoff Kaolin wurde in Tresorkutschen, in denen sonst Silberbarren transportiert wurden, unter absoluter Geheimhaltung mit Eskorten nach Dresden geschafft. Tschirnhaus starb an den Folgen der Experimente und Böttger leitete daraufhin die 1710 gegründete Meißner Porzellanmanufaktur. 1714 wurde er aus seiner 12 Jahre andauernden Gefangenschaft entlassen und starb 1719 mit erst 37 Jahren an den Auswirkungen seiner Forschungstätigkeit mit zum Teil giftigen Substanzen. Tschirnhaus und Böttger verdanken wir eine der wichtigsten Erfindungen Sachsens: Das europäische Porzellan. Das Spielwerk, auf dem das Original-Glockengeläut der Dresdner Frauenkirche zu hören ist, wurde in der Schweiz direkt für diesen Schwibbogen und ausschließlich für unsere Manufaktur gefertigt und ist somit einzigartig. Besonderer Dank gilt meinen Mitarbeitern und meiner Familie, die mir tatkräftig und beständig bei der Entwicklung dieses Kunstwerkes zur Seite standen. Ich wünsche Ihnen beim Eintauchen in die Geschichte der Porzellanerfindung und der Betrachtung des weihnachtlichen Ensembles auf dem Striezelmarkt viel Freude und alles Gute.

Klaus Kolbe, Seiffen 28.02.2013

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Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 17. Dezember 2015 in unseren Katalog aufgenommen.

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